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Internet-by-Call für “schlappe” 32 EUR pro Stunde

Mit höchst fragwürdigen Tariferhöhungen schleicht sich der Internet-by-call-Anbieter Comundo Internet GmbH auf den Markt. Sage und Schreibe 49,99 Cent/Minute möchte Comundo seinen Kunden berechnen, die für die Nutzung der Schmalbandverbindungen eine so genannte Internet-by-Call-Verbindung des Anbieters anwählen. Hinzu kommt noch eine einmalige Einwahlgebühr von 1,99 EUR. Diese Preisangaben finden sich auf der Comundo-Seite 666net.de. Eine Stunde Internet kostet damit rund 32 EUR. Die marktüblichen Preise liegen hingegen bei etwa 30 bis 40 Cent. Mit den strafrechtlichen Berührungspunkten dieser “Angebote” hat sich bereits teltarif.de beschäftigt.

Höchst abenteuerlich weist Comundo Kunden auf ihrer Website auf eventuell anstehende Tarifänderungen hin. Hier heißt es, dass man die Kunden nicht über Tarifänderungen informieren könne, da keine persönlichen Daten, wie Namen und Adresse oder E-Mail vorliegen würden. Nach Auffassung von Comundo sollen Kunden daher regelmäßig die Homepage von Comundo besuchen, sich über Tarifänderungen informieren und die verwendeten Einstellungen überprüfen. Comundo weist zudem darauf hin, dass Internet-Service-Provider gemäß gültiger Vorgaben der Bundesnetzagentur und der Abrechnungsverträge mit der Deutschen Telekom dazu berechtigt sind, bis zu 2,00 EUR/Min zu berechnen.

Ein wirksamer Vertrag über diese Minutenpreise dürfte mit Sicherheit nicht zustandekommen, da Comundo-Kunden von dieser einseitigen Tariferhöhung wohl erst bei einem Blick auf ihre Telefonrechnung Kenntnis erlangen.

Quellen:

augsblog.de - 09.12.2007
teltarif.de - 09.12.2007

Update 06.01.2007:

Die Comundo Internet GmbH teilt auf ihrer Website mit, dass die Tarife, die unter 666net.de veröffentlicht wurden, nicht mehr von Comundo angeboten werden.

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6 Antworten auf “Internet-by-Call für “schlappe” 32 EUR pro Stunde”

  1. Stephan sagt:

    Das ist ja ehrlich gesagt eine Frechheit, dagegen sollte man vorgehen…

  2. Torsten Rohlfing sagt:

    Wuerde mich wundern, wenn man dagegen nicht so argumentieren koennte, dass es dem Anbieter ja moeglich ist, bei Tarifaenderung das Zugangspasswort zu aendern. Dann muesste jeder Kunde sich erstmal das neue Passwort besorgen (okay, schwierig ohne Verbindung, aber was solls) und koennte bei der Gelegenheit die neuen Tarife angezeit bekommen. Dass das nicht so passiert ist meiner Meinung nach grobe Fahrlaessigkeit des Anbieter. Ist natuerlich nicht wirklich so, denn offentsichtlich ist die ganze Sache voll beabsichtigt und ueberhaupt nicht fahrlaessig.

  3. Earthman sagt:

    Sowas ähnliches (zwar nicht ganz so unverschämt teuer) hab ich bei flat2surf leider auch erlebt. Auch hier werden in regelmäßigen Abständen ohne erkennbaren Grund sämtliche Tarife über den Haufen geworfen und wenn man Pech hat, surft man mit sagenhaften 56kbits/s für knappe 10 cent statt der erwarteten 0.1 cent…
    Werde die Sache auch einem Analt übergeben, denn eine Preissteigerung um 9800% sind schon krass….
    Scheint aber leider eine weitverbreitete Masche zu sein…

    Schlechte Welt….
    MfG

  4. Telekommunikation und Recht » Blog Archive » Faventia, Comundo und SugarCom: Die 1000 prozentige Tariferhöhung sagt:

    […] pro Minute. Vereinzelt kam es sogar zu Preiserhöhungen auf 15 Cent pro Minute und darüber. Bei Comundo wurden zeitweise sogar 49,99 Cent pro Minute berechet. Was war […]

  5. Telekommunikation und Recht » Blog Archive » 1 Jahr Telekommunikation und Recht sagt:

    […] DSL-Vertrag - 914 Leser Call-Center-Forum wehrt sich gegen Verbraucherschützer - 836 Leser Internet-by-Call für “schlappe” 32 EUR die Stunde - 799 […]

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