Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Telekommunikation und Recht für Januar, 2008.
31.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Der Mobilfunk-Netzbetreiber O2, der seinen Kunden auch Festnetz- und DSL-Pakete anbietet, kritisiert die Leistungsbereitsschaft der Telekom im Zusammenhang mit der Freischaltung der DSL-Anschlüsse von O2-Kunden. Zudem erhebt der Mobilfunkbetreiber schwere Vorwürfe gegen die Bundesnetzagentur.
O2-Deutschland Chef Jamie Smith gab in einem Interview mit dem Handelsblatt zu verstehen, dass es “völlig inakzeptabel sei“, wenn die Telekom fast 40 Tage benötigen würde, bis sie die letzten Meter Kabel in den Wohnzimmern der O2-Kunden freischaltet.
Enttäuscht zeigte sich Smith auch von der Bundesnetzagentur, die für die Überwachung der Zusammenarbeit der Wettbewerber verantwortlich ist. “Die Netzagentur hält sich weitgehend raus”, so Smith.
Um dieser Abhängigkeit des Ex-Monopolisten entgegenzutreten, werde das Unternehmen bis 2010 3,5 Milliarden EUR in den eigenen Netzausbau investieren.
Quelle: handelsblatt.de
Geschrieben in DSL | Drucken | 1 Kommentar »
29.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Gegen die Vorwürfe der Telekom Konkurrenten, dass DSL-Anschlüsse der Wettbewerber nur mit erheblicher Verzögerung freigeschaltet werden, wehrte sich nun Telekom-Chef René Obermann. Danach würden DSL-Anschlüsse von wechselwilligen Kunden “besser und schneller” freigeschaltet als die Konkurrenten behaupten. Es würden zudem 30 % mehr Anschlüsse freigeschaltet werden als es die Verträge mit den Wettbewerbern vorsehen. Auch aktuelle Vorgaben der Bundesnetzagentur seien schneller erfüllt worden.
Die Wettbewerber werfen der Telekom Verzögerungen bei der Freischaltung von Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) vor. Die TAL ist die so genannte “letzte Meile”, die von den Wettbewerbern von der Telekom angemietet werden muss.
Quelle: Onlinekosten.de - 29.01.2008
Mehr dazu:
Tausende DSL-Kunden müssen weiterhin auf ihre Anschlüsse warten - 20.01.2008
Telekom muss für verzögerte Anschlussbereitstellung Strafe zahlen - 22.12.2007
Weiteres Missbrauchsverfahren gegen Deutsche Telekom - 13.12.2007
DSL-Bereitstellung: Arcor wirft Telekom Marktmissbrauch vor - 29.11.2007
Geschrieben in DSL, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
29.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Kosten für Datenverbindungen, die wegen eines technischen Defekts durch ständige und ungewollte Mobilfunkverbindungen ins Internet zustande kommen, müssen vom Kunden nicht gezahlt werden. Dies hat das Amtsgericht Frankfurt in einem heute bekannt gewordenen Urteil (Az.: 32 C 1949/07-48) entschieden. Das Gericht hat damit die Klage eines Inkassounternehmens abgewiesen, dass im Auftrag des Anbieters rund 2.500 Euro einklagen wollte.
Das Mobiltelefon des beklagten Kunden hatte sich wegen eines technischen Defekts minütlich und unbemerkt ins Internet eingewählt. In dem Urteil hieß es dazu, dass der Telefonanbieter im Rahmen seiner Fürsorgepflicht verpflichtet gewesen wäre, den Kunden auf diese Netz- und Verbindungsfehler hinzuweisen.
Quelle: heise.de - 29.01.2008
Geschrieben in Telekommunikationsrecht, Urteile | Drucken | 1 Kommentar »
28.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Die Internet-Initiative “no abuse in internet” (naiin), eine von der Wirtschaft getragene Einrichtung zur Bekämpfung von Online-Kriminalität, befürchtet, dass eine massenhafte Speicherung von Verbindungsdaten die Aufklärung von Internetstraftaten nicht erleichtern, sondern eher erschweren wird.
Der Präsident von naiin, Arthur Wetzel, prognostiziert:
“Es ist davon auszugehen, dass sich Täter in dem Wissen, ständig überwacht zu werden, stärker abschirmen werden als bisher. Sprich: Der Grad der Abschottung, der beispielsweise bei Terroristen und Kinderporno-Zirkeln ohnehin schon sehr hoch ist, nimmt weiter zu. Selbst Kleinkriminelle werden fortan wohl vorsichtiger agieren und somit schwerer zu fassen sein“.
Naiin bekräftigte damit seine Kritik an der Vorratsdatenspeicherung. Zwar sei die Initiative der Ansicht, dass auf die Terrorismusbedrohung sowie auf Online-Kriminalität angemessen reagiert werden müsse. Die Aushöhlung von Bürgerrechten und die Installation eines “hierzulande noch nie da gewesenen Überwachungsapparats” habe mit rechtsstaatlicher Kriminalitätsbekämpfung allerdings nicht mehr viel zu tun, so naiin.
Naiin ist ein Verfechter des so genannten Quick-Freeze-Verfahrens, bei dem anders als bei der Vorratsdatenspeicherung ausschließlich die Verbindungsdaten von Verdächtigen gespeichert werden.
Quelle: Pressemitteilung naiin - 28.01.2008
Geschrieben in Uncategorized | Drucken | 1 Kommentar »
28.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Auf einem Versehen beruhte die Telefonrechnung einer Französin aus Lothringen über eine Summe von 63.280.067,96 Euro. Zuvor hatte sich die Frau über einen aus ihrer Sicht zu hohen Rechnungsbetrag von 67,69 EUR beschwert. Nachdem eine Weile nichts passierte schickte sie einen zweiten Brief und erhielt eine “korrigierte” Rechnung über die Millionensumme. Tele 2 entschuldigte sich bei der Kundin und versprach, dass so etwas nie wieder vorkommen würde. “Da muss wohl ein Komma verrutscht sein“, kommtentierte der Vizedirektor von Tele 2 das Versehen.
Quelle: ftd.de - 28.01.2008
Geschrieben in Uncategorized | Drucken | 1 Kommentar »
27.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Deutschlands zweitgrößter Festnetzbetreiber Arcor will sich mit dem Konkurrenten HanseNet verbünden, um die Deutsche Telekom gemeinsam zu bekämpfen. In großen Teilen des Bundesgebiets möchte Arcor in Zukunft Alice-DSL-Anschlüsse für HanseNet schalten. Bisher hat die Telekom der HanseNet in Regionen, in denen HanseNet kein eigenes Netz hat, DSL-Anschlüsse zum Weiterverkauf angeboten. Leidtragender wäre daher zuerst die Deutsche Telekom.
Quelle: portel.de - 27.01.2008
Geschrieben in DSL, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
26.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Die gesetzliche Preisobergrenze für zeitunabhängig tarifierte Mehrwertdienste beträgt zur Zeit 30 EUR. Die Telekom muss dem Endnutzer jedoch nur noch 10 EUR für derartige Dienste von dritten Mehrwertdiensteanbietern in Rechnung stellen. Diese Abrechnungsbegrenzung ist auf eine Änderung des §21 Abs.2 Nr.7b TKG zurückzuführen. Danach besteht seit dem 01.01.2008 keine Verpflichtung zur Rechnungsstellung für zeitunabhängig tarifierte Leistungen über 10 EUR. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Änderung auf die Tarife der Mehrwertdiensteanbieter auswirken wird. Die Möglichkeit der Direktabrechnung bleibt von dieser Änderung unberührt.
Quelle: teltarif.de - 25.01.2008
Geschrieben in Telekommunikationsrecht, Mehrwertdienste, Gesetzentwurf / Gesetzesänderungen, TKG | Drucken | 3 Kommentare »
24.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Irland will den Telekommunikationsanbietern per Verordnung vorschreiben, die Verbindungs- und Standortdaten 3 Jahre verdachtsunabhängig aufzubewahren und Sicherheitsbehörden zugänglich zu machen. Damit geht der Verordnungsentwurf, bei dessen Erlaß das nationale Parlament kein Mitspracherecht haben soll, weit über die EU-Vorgaben hinaus. Gegen die entsprechende EU-Richtlinie, die eine Höchstspeicherfrist von 2 Jahren vorsieht, hatte Irland im Frühsommer 2006 Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eingelegt. Diese Klage richtet sich jedoch nicht gegen die pauschale Speicherung von Nutzerdaten als solche. Vielmehr ist Irland der Auffassung, dass die geplanten Speicher- und Überwachungsmaßnahmen auf Basis einer falschen Rechtsgrundlage erfolgen würden.
Quelle: heise.de - 22.01.2008
Geschrieben in Datenschutz | Drucken | 1 Kommentar »
24.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Im Juni letzten Jahres verfügte die Bundesnetzagentur, dass die Telekom ihren Wettbewerbern bei der Zugangsgewährung zur “letzten Meile” auch den Zugang zu ihren in der Erde vergrabenen Kabelleerrohren gewähren muss. Den Wettbewerbern sollte damit die Möglichkeit eingeräumt werden, eigene Hochgeschwindigkeitsnetze aufbauen zu können. Die Telekom wollte dies verhindern, und wandte sich mit einem gerichtlichen Eilantrag an das Verwaltungsgericht Köln.
Das Verwaltungsgericht Köln hat nun entschieden, dass die Verfügungen der Bundesnetzagentur weiter überwiegend vollziehbar bleiben können. Damit hat das Gericht den Eilantrag der Telekom in seinen wesentlichen Kernpunkten abgelehnt. Dies bedeutet, dass die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG zum Aufbau eines eigenen VDSL-Netzes weiterhin die Infrastruktur der Telekom mitbenutzen dürfen. Die Zugangsmöglichkeiten zu den Leerrohren bzw. unbeschalteten Glasfasern muss die Telekom allerdings bis zur Entscheidung in der Hauptsache nicht offenlegen.
Die Bundesnetzagentur begrüßte die Entscheidung des Gerichts:
“Ich begrüße die Entscheidung und hoffe, dass laufende Gespräche zwischen der Deutschen Telekom und interessierten Wettbewerbern zur Leerrohrnutzung bald einen erfolgreichen Abschluss finden werden. Es besteht die Chance, noch mehr Investitionen zum Ausbau der Glasfaserinfrastruktur im Anschlussbereich anzustoßen und die sollte genutzt werden”, sagte Präsidetn Kurth.
Quelle: Pressemitteilung Bundesnetzagentur - 23.01.2008
Geschrieben in Telekommunikationsrecht, Breitband, Regulierung, DSL, Urteile | Drucken | 1 Kommentar »
21.1.2008 von telefonundrecht.de - B.A..
Es gibt doch noch ein “Made in Germany”-Handy. Das Model Katharina das Große des Unternehmens fitage GmbH & Co. KG.
Auszug aus der Website des Vertreibers:
“Wir fanden auf unserer weltweiten Suche nach Entwicklungspartnern trotz aller Globalisierungsrufe hier in Deutschland genau die Unternehmen, die hochengagiert, kompetent, kostengünstig und mit der erforderlichen Kundennähe und Verständnis für die Nutzer dieses hochwertige Mobiltelefon herstellen konnten und wollten. “
Gefunden bei: blog.telefon.de - 21.01.2008
Geschrieben in Uncategorized | Drucken | 1 Kommentar »