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Archiv der Kategorie Tarife

“ABG´s (von SugarCom) mit der Bitte um Kenntnisnahme”

SugarCom gibt wohl doch noch nicht ganz auf. Eine von der Sugar Telecom GmbH  beauftragte Inkassofirma übersendet mir per Fax folgende “ABG´s mit der Bitte um Kenntnisnahme“.

Inkasso1

 hier ein “kleiner” Auzug:

ABG

Ungefähr in der gleichen Schriftgröße sind diese Geschäftsbedingungen auf der Website von SugarCom hinterlegt.  Mal ganz abgesehen vom Inhalt dieser Klausel,  sollte sich der Verwender hier nicht ernsthaft auf den Standpunkt stellen, dass seine Geschäftsbedinungen Vertragsbestandteil geworden sind. Wahrscheinlich soll mit diesem Verweis auf die AGB die Berechtigung der Forderung begründet werden. Ich nehms einfach mal zur Kenntnis.

Hintergründe 1
Hintergründe 2

SugarCom: Nexnet gibt auf (aus Kulanz)

Die Nexnet GmbH sieht von der weiteren Geltendmachung der wucherähnlichen Comundo-Internet-by-call-Verbindungsforderungen der Sugar Telecom GmbH (SugarCom) offenbar ab. Dies erfolgt natürlich nur aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Auch bezieht sich diese Entscheidung nur auf den konkreten Einzelfall und ist damit nicht auf andere Fälle übertragbar. Allerdings passt diese Mitteilung gut zum Liquidationsverfahren der Sugar Telecom GmbH. Ich wage mal die Prognose, dass es sich endlich ausgezuckert hat.

Kulanz

 

 

 

 

Mobilfunk-AGB: Unzulässige Klauseln bei 7 von 8 Anbietern

Die Zeitschrift Computerbild hat in ihrer aktuellen Printausgabe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von acht Mobilfunkdiscountern und Netzbetreibern unter die Lupe genommen. Einziger Anbieter mit rechtlich einwandfreien AGB und damit Testsieger wurde Medion Aldi Talk. Schlusslicht wurde T-Mobile. Die Telekomtochter wollte sich z.B. künftige Preiserhöhungen wegen steigener Lohnkosten  vorab vom Kunden genehmigen lassen.  Bemängelt wurden aber auch die AGB von Tchibo, O2 und E-Plus/Base, die sich gegen Minderungsansprüche bei mangelhaftem Handyempfang absichern wollten. Congstar, T-Mobile, E-Plus und Base behalten sich das Recht vor, Anschlüsse schon bei minimalem Zahlungsverzug zu sperren.

Getestet wurden auch die Werbeangebote und Tarifbeschreibungen der Anbieter. Bemängelt wurden hier vor allem unzählige Verweise auf Fußnoten und sonstige kleingedruckte Zusatzregelungen. Bei Vodafone wurden 23 Fußnoten gezählt, bei T-Mobile im “Relax-50″-Tarif sogar 33 Extraklauseln mit einer leseunfreundlichen 5,5 Punkt Schriftgröße.

Quelle: computerbild.de - 15.08.2008

Sugar Telecom GmbH (SugarCom) hat sich aufgelöst

Die durch ihre fragwürdigen Geschäftspraktiken in Verruf gekommene Telekommunikationsdienstleisterin Sugar Telecom GmbH (kurz: SugarCom) hat sich durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23.07.2008 aufgelöst und befindet sich in Liquidation. Zum Liquidator wurde der ehemalige Geschäftsführer Dr. Markus Beforth bestellt.

Beschluss SugarCom

Anfang des Jahres übernahm SugarCom die Schmalband Internet-by-call Produkte von Lycos und H3 Netservice GmbH und erhöhte quasi über Nacht die Tarife um das zehnfache. Die nicht informierten und völlig überraschten Kunden mussten sich seither mühsam mit dem Inkassodienstleister Nexnet sowie der Berliner Anwaltskanzlei Bussek & Mengede zur Abwehr dieser fragwürdigen Forderungen auseinandersetzen. Aus welchen Gründen die Gesellschaft aufgelöst wurde, ist bisher nicht bekannt.

Faventia, Comundo und SugarCom: Die 1000 prozentige Tariferhöhung

Zahlreiche Internetnutzer, die mit einem klassischen Telefonmodem ins Internet gehen, staunten in den letzten Wochen nach Erhalt ihrer Telefonrechnung nicht schlecht. Statt der üblichen 35-45 Euro für Internet-by-Call-Verbindungen der Marke Faventia waren auf einmal rund 500 Euro in der Rechnung ausgewiesen. Nicht die üblichen Verbindungspreise von beispielsweise 0,49 Cent bis 0,99 Cent pro Minute wurden berechnet, sondern völlig überraschende 10 Cent pro Minute. Vereinzelt kam es sogar zu Preiserhöhungen auf 15 Cent pro Minute und darüber. Bei Comundo wurden zeitweise sogar 49,99 Cent pro Minute berechet. Was war passiert?

Faventia wurde ursprünglich von der Hamburger Firma H3 Netservice GmbH betrieben. Comundo hingegen war einst ein Lycos-Produkt. Sowohl Lycos als auch die H3 Netservice haben ihre Schmaldbandsparte abgestoßen und verkauft. Beide Produkte werden nun von der Firma Sugar Telecom GmbH mit Sitz in Berlin betrieben.

Im Fall von H3 Netservice erhielten angemeldete Kunden Ende November 2007 eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

Die Marke Faventia werde auf eine auf Internetzugänge spezialisierte Firma veräußert. Neuer Vertragspartner sei in Zukunft die Sugar Telecom GmbH (kurz: SugarCom). Der guten Form halber werde der Vertrag zwischen H3 Netservice und dem Kunden daher gekündigt. Der Verkauf des Schmalbandgeschäfts an den neuen Betreiber SugarCom habe allerdings überhaupt keine Auswirkungen auf die technischen Einstellungen des Internetzugangs. Man habe mit SugarCom vereinbart, dass keine Änderungen an den PC-Einstellungen erforderlich seien, um weiterhin im Internet zu surfen. Weder die Einwahldaten noch die Einwahlnummer würden sich ändern. Vielmehr könne man alles so machen wie man es bereits kennt. Dafür sei noch nicht mal ein neuer Vertragsabschluss mit SugarCom erforderlich. Alle Informationen rund um den Internetzugang würde man wie gewohnt unter www.faventia.de finden. Der neue Betreiber SugarCom würde den Kunden, neben den bereits bestehenden Tarifen, in Zukunft weitere noch aktuellere Tarife anbieten können.

Die angemeldeten Faventia-Kunden dachten sich nichts dabei als sie sich wie gewohnt über die ihnen bekannten Nummern ins Internet einwählen. Der neue Betreiber SugarCom berechnete allerdings nicht den ursprünglichen Tarif von ca. 1 Cent pro Minute, sondern erhöhte die Verbindungspreise auf 10 Cent pro Minute, was einer Preissteigerung von rund 1000 % gleichkommt. Informiert wurden die Kunden über diese Preiserhöhung nicht. Nur auf der Firmenwebsite von SugarCom wurden unter dem Menüpunkt „Zugangsdaten“ die neuen Tarife angegeben. In derartigen Fällen dürfte ein Vertrag über die neuen Internetverbindungspreise von 10 Cent pro Minute nicht zustande gekommen sein. Denn dazu hätten die Kunden zuvor ausdrücklich auf die neuen Tarife hingewiesen werden müssen. Es spricht vieles dafür, dass hier die Arglosigkeit der Kunden bewusst für diese Tariffalle ausgenutzt wurde.

Betroffene sollten ihre Rechnungen daher einer genauen Prüfung unterziehen. Sofern unberechtigte Verbindungsentgelte berechnet werden, sollten gegenüber dem Netzbetreiber, nach Anforderung von Einzelverbindungsnachweisen, Einwendungen gegen die Höhe der einzelnen Internet-Verbindungen erhoben werden. Die unstreitigen Beträge müssen hingegen an den Netzbetreiber gezahlt werden. Sobald der Drittanbieter die streitigen Beträge anmahnt, empfiehlt es sich, die Einwendungen noch einmal gegenüber dem Drittanbieter zu wiederholen. SugarCom selber ist hierbei noch nicht direkt in Erscheinung getreten. Vielmehr tritt in den Faventia-Fällen die Firma Nexnet GmbH als Inkassodienstleister für die BT (Germany) GmbH und Co. OHG auf, über deren Leitungen die SugarCom-Dienste offenbar gelaufen sind. Obwohl bisher noch nicht bekannt ist, dass in den Faventia-Fällen die streitigen Beträge gerichtlich durchgesetzt werden, sollten in jedem Fall entsprechende Beweise gesichert werden. Im Zweifel sollten sich Betroffene von einem Anwalt oder der Verbraucherzentrale beraten lassen.

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Vodafone berechnet 14.350 Euro für Download

Ein gewöhnlicher Fall für ungewöhnlich hohe Roamingkosten und die damit verbundenen Unfälle: Die Ehefrau eines englischen Geschäftsmanns lädt über eine mobile Datenkarte ein paar Folgen der TV-Serie Friends auf das Laptop ihres Ehemanns. Der Download startet in England, wo für die Datenübertragung keine weiteren Kosten entstanden wären. Während des Downloadvorgangs schnappt sich der Ehemann das Laptob und fliegt nach Deutschland zu einem Geschäftstermin. Nach der Landung in Deutschland ist der Download beendet. Zurück in England erhielt das Paar die unerwünschte Vodafone-Rechnung über 11.000 Pfund (14.350 Euro), ausgelöst durch das nicht bedachte Datenroaming. Eine Vodafone-Sprecherin erklärte, dass man in derartigen Fällen stets bemüht sei mit dem betroffenen Kunden eine Lösung zu finden.

Handlungsbedarf sieht auch EU-Medienkommissarin Viviane Reding, die sich für eine Reduzierung der Datenroaminggebühren in Europa einsetzt. Der Datenversand im Ausland dürfe nicht wesentlich teurer sein als zu Hause. Bis zum 01.07.2008 wird den Mobilfunkanbietern noch Zeit gegeben, ihre Roaming-Preise für die Datenübertragung zu senken, sonst wird reguliert.

Quelle: telegraph.co.uk - 03.03.2008 via theinquirer.de - 06.03.2008

Mobilfunknutzer sollen auch für eingehende Anrufe zahlen

Nach einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK-Consult) sollen Mobilfunknutzer zukünftig auch für eingehende Anrufe zahlen. Im Gegenzug sollen die Mobilfunkprovider ihre monatlichen Vertragsgebühren absenken. Dies ist eine Kernaussage der Studie, die WIK-Consult der EU-Kommission vorgeschlagen hat.

Im europäischen Raum zahlt, anders als im Rest der Welt, regelmäßig nur der Anrufer. Dafür sind im Gegenzug die monatlichen Gebühren höher. Die Studie hält diese Zahlgewohnheiten für antiquiert.

Die Berater der WIK-Consult meinen, dass die IP-basierten Netze  ein Zahlungsmodell brauchen, dass sich am Rest der Welt orientiert. Den Angerufenen soll danach auch ein Teil der Kosten aufgebürdet werden. Dies allein könne die Entwicklung der Telekommunikationsnetze der neuen Generation vorantreiben. Auch die Terminierungsentgelte hält die Studie für nicht mehr zeitgemäß.

Die Vorschläge der Studie werden jetzt von der EU-Kommission geprüft.

Quelle: silicon.de - 06.03.2008

85.000 Dollar für Internetverbindungen per Handy

Der Kanadier Piotr Staniaszek schloss mit Bell Canada einen Mobilfunkvertrag mit einer unbegrenzten Internetnutzung auf dem Handy für 150 Dollar pro Monat. Staniaszek dachte, er könne das Handy deshalb auch als Modem für die Internetnutzung an seinem Computer nutzen. So lud er riesige Datenmengen und hochauflösende Filme auf seinen Rechner. Diese Form der Nutzung war jedoch nach dem Mobilfunkvertrag nicht vorgesehen und Bell Canada berechnete ihm die heruntergeladenen Daten pro Kilobyte, insgesamt rund 85.000 Dollar (ca 57.000 EUR). Bell Canda will die Rechnung aber aus Kulanz auf 3243 Dollar senken, so ein Firmensprecher. Staniaszek möchte sich damit allerdings nicht abspeisen lassen: „Weil ich nichts von den Extragebühren wusste. Niemand hat es mir erklärt.“

Bei der unbegrenzten Internetnutzung über das Handy ist die Nutzung des Handys als Modem regelmäßig vertraglich ausgeschlossen.

Quelle: Focus.de - 14.12.2007 /AFP

Internet-by-Call für “schlappe” 32 EUR pro Stunde

Mit höchst fragwürdigen Tariferhöhungen schleicht sich der Internet-by-call-Anbieter Comundo Internet GmbH auf den Markt. Sage und Schreibe 49,99 Cent/Minute möchte Comundo seinen Kunden berechnen, die für die Nutzung der Schmalbandverbindungen eine so genannte Internet-by-Call-Verbindung des Anbieters anwählen. Hinzu kommt noch eine einmalige Einwahlgebühr von 1,99 EUR. Diese Preisangaben finden sich auf der Comundo-Seite 666net.de. Eine Stunde Internet kostet damit rund 32 EUR. Die marktüblichen Preise liegen hingegen bei etwa 30 bis 40 Cent. Mit den strafrechtlichen Berührungspunkten dieser “Angebote” hat sich bereits teltarif.de beschäftigt.

Höchst abenteuerlich weist Comundo Kunden auf ihrer Website auf eventuell anstehende Tarifänderungen hin. Hier heißt es, dass man die Kunden nicht über Tarifänderungen informieren könne, da keine persönlichen Daten, wie Namen und Adresse oder E-Mail vorliegen würden. Nach Auffassung von Comundo sollen Kunden daher regelmäßig die Homepage von Comundo besuchen, sich über Tarifänderungen informieren und die verwendeten Einstellungen überprüfen. Comundo weist zudem darauf hin, dass Internet-Service-Provider gemäß gültiger Vorgaben der Bundesnetzagentur und der Abrechnungsverträge mit der Deutschen Telekom dazu berechtigt sind, bis zu 2,00 EUR/Min zu berechnen.

Ein wirksamer Vertrag über diese Minutenpreise dürfte mit Sicherheit nicht zustandekommen, da Comundo-Kunden von dieser einseitigen Tariferhöhung wohl erst bei einem Blick auf ihre Telefonrechnung Kenntnis erlangen.

Quellen:

augsblog.de - 09.12.2007
teltarif.de - 09.12.2007

Update 06.01.2007:

Die Comundo Internet GmbH teilt auf ihrer Website mit, dass die Tarife, die unter 666net.de veröffentlicht wurden, nicht mehr von Comundo angeboten werden.

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Mobilfunk: Bundesnetzagentur senkt Terminierungsentgelte um 10 %

Die Bundesnetzagentur hat die Terminierungsentgelte, die andere Netzbetreiber an die vier Mobilfunknetzbetreiber für die Anrufzustellung in ihre jeweiligen Mobilfunknetze zahlen müssen, um rund 10 % reduziert. T-Mobile und Vodafone können von den Festnetzbetreibern danach nur noch 7,92 Cent/Minute statt bisher 8,78 Cent/Minute für ankommende Gespräche in ihrem Netz verlangen. Ankommende Telefonate in die Netze von O2 und E-Plus kosten die Festnetzbetreiber jetzt nur noch 8,8 Cent/Minute statt 9,94 Cent/Minute. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurt, appelliert an die Festnetzbetreiber, diese Absenkung an die Verbraucher weiterzugeben.

Quelle: welt.de - 30.11.2007 

Dem Branchenverband Breitbandkommunikation (BREKO) geht diese Reduzierung nicht weit genug. Mit der aktuellen Festlegung bleibe “das Ungleichgewicht eklatant zwischen den Ausgaben, die Festnetzbetreiber bei Weiterleitung ins Mobilnetz haben und den Einnahmen, die sie bei der Terminierung in umgekehrter Richtung erzielen. Festnetzbetreiber erhalten in der Regel nur 0,69 Cent je Minute, während sie selbst das 11fache zahlen sollen.”

Quelle: Pressemitteilung BREKO - 30.11.2007

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